Thema Umweltschutz

Ich bin kein riesiger Freund des momentanen, teilweise übertriebenen Umweltschutz-/Vegan-/Wasweißich-Wahnes… Alleine über solche Dinge wie, ob wir wirklich unbedingt die Plastiktüte abschaffen müssen, jetzt aber alle bei jedem Einkauf eine Papier-/Wolltüte kaufen müssen, würde ich mich streiten. Ich sehe momentan eher eine Verlagerung auf andere Ressourcen, die jetzt unsere Umwelt vollmüllen werden… Aber egal. Hier soll es um etwas anderes gehen.

Ich habe aktuell auch eine Petition bei change.org unterschrieben (ihr findet sie hier), die u.a. von der Deutschen Umwelthilfe unterstützt wird… Es ist ein direkter Aufruf an die Drogeriekette dm, sich über seine Verpackungskonzepte Gedanken zu machen… Eigentlich betrifft es natürlich alle vergleichbaren Läden und Ketten, aber gut.

Wie gesagt, ich bin kein Freund von allem, zum Beispiel das leidige Thema Einweg-/Mehrwegflaschen kann man so und so sehen. Das Auswaschen/Wiederaufbereiten von Mehrwegflaschen ist vermutlich auch nicht gerade ressourcenschonend, vom nötigen Hin- und Rücktransport mal ganz zu schweigen.

Am interessantesten finde ich den Aspekt der wiederbefüllbaren Verpackungen, denn hier trifft die Petition (leider nur sehr kurz) einen Punkt, über den sich alle mal Gedanken machen sollten. Ich habe hier in letzter Zeit schon öfter drüber nachgedacht, denn seit einer Weile benutze ich z.B. teilweise Produkte aus der Naturkosmetik, und gerade da gibt es viel Handlungsbedarf.

Alverde, die Naturkosmetikmarke von dm, schreibt beispielsweise auf einem gewöhnlichen Shampoo, dass die Flasche aus 96% recycletem Material besteht und auch selbst wiederverwertet werden kann… Den Deckel ausgenommen. Die Flasche besteht natürlich aus stabilem Plastik, nur die Deckel bereiten manchmal hinsichtlich der Haltbarkeit Probleme, dennoch könnte die Verpackung ohne Probleme wiederverwendet werden.

Meine Optimalvorstellung von wiederverwendbaren Packungen in diesem konkreten Fall wäre: Ich kaufe einmal eine entsprechende Flasche bei dm mit Füllmarkierungen, was gleich mehrere Vorteile mit sich brächte:

  • Unter der Voraussetzung, dass die ganze Lieferkette überarbeitet wird, bekommt dm nur einmal einen großen Kanister dieser Ware angeliefert. Somit spart man schon beim Transport Ressourcen und Platz.
  • Für den Kunden wird es leichter, auch mal eine andere Sorte auszuprobieren. Ist die eigene Flasche leer, lässt man sich die nächste bspw. einfach mal nur zu einem Viertel befüllen – Somit „behandelt“ man neben dem Müllproblem auch gleich die Wegwerfmentalität.
  • Insgesamt geht man also nicht nur Verpackungsmüll, sondern auch den Produktmüll an sich an.

Ich weiß, dass dieser Post nun eigentlich nichts Neues enthält, denn natürlich gibt es gerade in den Großstädten auch schon Supermärkte, die ausschließlich offene Ware verkaufen, sodass man sich eigene Behälter befüllen kann… Doch wenn man sich das mal so vor Augen führt, wird schon deutlich, dass unbedingt auch die bekannten Ketten auf diesen Zug aufspringen konnten. Vor allem bei Lebensmitteln wie „trockener Ware“ (Nudeln etc.) oder Zucker usw. wird sogar bei uns mittlerweile alles sowieso zu Hause gleich in ein Glas oder ein sonstiges Behältnis gefüllt – Warum die Ware also überhaupt noch extra verpacken?

Was denkt ihr jetzt über die Sache? Ich wollte es einfach mal loswerden… Am meisten stören mich in diesem Bereich eben wirklich die Hersteller von z.B. Naturkosmetik, die sich zwar als Vorreiter in Sachen Umweltschutz hinstellen, aber dann im Hinblick auf das leidige Verpackungsproblem noch keine wirklichen Lösungen bereitgestellt haben. Vor allem, weil die großen Ketten wie dm und Co. sicherlich die Möglichkeit dazu hätten.

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