Rezension – Becky Albertalli: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda (dt. Nur drei Worte)

Durch das jetzt vorletzte Buch, das ich gelesen habe, habe ich mich wahrlich durchgequält… Ich werde da bei Gelegenheit noch etwas dazu schreiben. Doch dann kam Simon vs. the Homo Sapiens Agenda, der Debütroman von Becky Albertalli, der auf Deutsch im Carlsen Verlag mit dem Titel Nur drei Worte erschienen ist… Ich empfehle ja das Lesen im Original, aber warum der Titel ein absolut tolles Jugendbuch ist, verrate ich euch in meiner Rezension!

Simon ist ein 16-jähriger Jugendlicher, und er steht auf Jungs. Damit hat er kein Problem, auch nicht damit, dass er dabei ist, sich in Blue zu verlieben, einen anderen Jungen, mit dem E-Mails schreibt… Oder doch? Na ja,  noch ist es zumindest kein Problem. Er weiß, dass Blue auf dieselbe Schule geht wie er… Doch dann wird die Sache zum Problem, denn ein bestimmter Mitschüler loggt sich auf einem Schulrechner in die E-Mails von Simon ein, die er mit Blue geschrieben hat…

Simon vs. the Homo Sapiens Agenda deckt viele Themen ab – Es zeigt nicht nur amerikanische Highschool-Kultur, sondern auch Familie und Freundschaft sowie natürlich allem voran Coming-of-Age und Coming-Out. Wie meistert man sein Coming-Out, wenn man einen Vater hat, der regelmäßig Witze über Schwule reißt? Welcher besten Freundin sage ich es zuerst? Und was ist, wenn es die Geschwister herausfinden?

Simon vs. the Homo Sapiens Agenda hat für mich einen umfassenden, ernsten und gleichwohl auch amüsanten bis lustigen Blick in die Psyche von Simon ermöglicht und in den zwei Tagen, in denen ich das Buch durchgefressen habe, hatte ich den Eindruck, eine unglaublich realistische Geschichte zu lesen… Ein beständiges Hin und Her zwischen Verliebtsein, Freude, Zweifel, Angst, Lust… Und dann noch das Kapitel, in dem Simon zum ersten Mal zu tief ins Glas schaut.

Simon vs. the Homo Sapiens Agenda schafft es, viele wichtige Aspekte unter einen Hut zu bringen und nichts zu übertreiben und liefert dabei meines Erachtens auch sehr wahrheitsgetreue Repräsentationen unserer Gesellschaft. Interessant fand ich auch, wie die strengen amerikanischen Regeln aufgearbeitet wurden – Wie, dass sich ein 17-Jähriger an seinen Hausarrest hält, obwohl seine Eltern noch stundenlang bei der Arbeit sind.

Simon vs. the Homo Sapiens Agenda ist nicht irgendein weiteres Buch mit einem schwulen Protagonisten, sondern ein ziemlich kluges – Und mit diesen Worten möchte ich euch das Buch empfehlen.

Zum Abschluss noch eine meiner liebsten Textstellen aus Simon vs. the Homo Sapiens Agenda:

I take a sip of my beer, and it’s – I mean, it’s just astonishingly disgusting. I don’t think I was expecting it to taste like ice cream, but holy fucking hell. People lie and get fake IDs and sneak into bears, and for this? I honestly think I’d rather make out with Bieber. The dog. Or Justin.
Anyway, it really makes you worry about all the hype surrounding sex.

Nur drei Worte Cover Simon vs the Homo Sapiens Agenda

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