Kommentar/Rezension – Greg Walters: Die Geheimnisse der Alaburg

Ich habe mich zum Jahresbeginn an das Debüt meines Indie-Autoren-Kollegen Greg Walters herangetraut. Dieses Verb ‚herangetraut‘ steht hier natürlich keineswegs, weil es sich a) um ein Debüt oder b) einen Indie-Autor handelt, nein, nein, sondern deshalb, weil wir es bei Die Geheimnisse der Alaburg mit einem waschechten Fantasy-Roman zu tun haben und mein letzter so tiefer Ausflug in die Fantasy schon eine ganze Weile her ist. Nun ja, was ich nun zu sagen habe? Lest weiter!

Fantasy- – und insbesondere High Fantasy – Romane sind mir häufig zu überladen, viel zu vollgepackt mit Details, zudem vorhersehbar. Die Sache mit der Vorhersehbarkeit trifft vielleicht auf die Geheimnisse der Alaburg auch zu, aber sonst bin ich rundum überrascht von diesem Werk.

Zunächst dachte ich, irgendwie doch das bekommen zu haben, was ich erwartet hatte (das klingt nun fast schon abwertend, soll es eigentlich nicht!) – Ich kam ein kleines bisschen schwer rein, einige Beschreibungen waren mir ein wenig zu ausführlich, was auch bis zum Ende so blieb. Aber wer meine Texte kennt, weiß, dass ich selbst eher Freund knapper Ausführungen bin und das auch als Leser bevorzuge. Was Die Geheimnisse der Alaburg dennoch vollbracht hat: Ich habe nicht eine einzige Passage übersprungen! Wenn ich da dran denke, dass ich sogar in Harry Potter und anderen Reihen seitenweise – aus meiner Sicht – Mumpitz übersprungen habe, ist das ein wirklich guter Schnitt.

Und nun zur größten Errungenschaft, die Die Geheimnisse der Alaburg bei mir vollbringen konnte: Nach den kleinen Einstiegsschwierigkeiten war ich schon lange nicht mehr so stark involviert in eine Welt, konnte mich so gut mit den Helden identifizieren und habe die gesamte Atmosphäre einfach nur genossen.

Insgesamt habe ich schon einige Zeit mehr kein Buch insgesamt so genossen und die dargestellte Welt so sehr in mich eingesogen – Die vier Protagonisten Leik, der unglaubliche Filixx, Morlâ und schließlich auch Ûlyėr sind dabei einfach nur sympathisch und wirklich stimmig in diese Welt integriert. Das alles schon durchaus vorhersehbar ist und die Welt ein *kleines* bisschen prototypisch, konnte ich vor allem am Ende komplett ausblenden, weil ich mit einem zufriedenen Gefühl nach dem Ende zurückgelassen wurde und mich wirklich auf den zweiten Band freue!

Abschließend muss ich sagen, dass Die Geheimnisse der Alaburg ein sehr toller Einstieg ins Lesejahr 2016 war, dann auch noch von einem Indie-Autor, der seinen Erfolg auf Amazon definitiv verdient hat – Die Geheimnisse mischen bei den Bestsellern mit. Und nicht zuletzt habe ich durch das Buch gewissermaßen auch die Fantasy für mich wiederentdeckt – Eine reife Leistung, Mr Walters!

Alaburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Webseite verwendet Cookies, um eine bessere Nutzererfahrung bieten zu können! Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen